Die neunjährige Flameserin Mia gewann kürzlich die Kinder-Edition des «Samschtig-Jass»

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Unihockey und Jassen als Leidenschaften

Die neunjährige Flames-D-Juniorin Mia Sprecher konnte an der Kinder-Edition des «Samschtigjass» im Papiliorama Kerzers teilnehmen, die im März aufgenommen und kurz vor Ostern ausgestrahlt wurde. Mehr noch: Sie konnte die Konkurrenz nach drei Jassrunden mit 18 und mehr Punkten hinter sich lassen und gewann unangefochten den begehrten Jasspokal. Im Interview erklärt die Familie unter anderem, weshalb Mia so gut jassen kann und wie sie zu den Flames gekommen ist.

Wie ist Mia zum Jassen gekommen, und was macht ihr dabei am meisten Spass?

Natürlich jassen wir auch als Familie, aber hauptsächlich kamen unsere Kinder – also auch Mia – durch ihre Grosseltern zum Jassen. Mia lernte schon vor dem Kindergarten mit dem Jassen rechnen, und das machte ihr grosse Freude. Auch kann sie sich die Jasskarten sehr gut merken. Wir haben immer und überall Jasskarten dabei – so zücken wir diese anstatt das Handy.

Wie ist das «Engagement» beim «Samschtig-Jass» zustande gekommen?

Letzten Sommer kam Mia einmal zu mir und sagte, beim «Chinder-Samschtig-Jass» mitzumachen, sei ihr grosser Traum. Also meldeten wir sie im letzten Herbst heimlich an. Anfang Jahr schrieb uns das SRF, dass sie enorm viele Anmeldungen hätten und wir nicht enttäuscht sein dürften, wenn wir eine Absage erhalten würden. Sie bräuchten von uns aber noch die Angaben, ob Mia mit den deutschen, den französischen oder beiden Jasskarten jassen könne. Einen Tag nach Mias Geburtstag kam dann der erfreuliche, positive Bescheid. Mia strahlte über das ganze Gesicht, als wir ihr von der Teilnahme erzählten!

Wie hat Mia die Sendung und das Drumherum (Studio, Technik, Atmosphäre etc) erlebt?

Im Januar kam eine Redaktorin mit Kamera zu uns nach Hause, um Mias Porträt zu filmen. Das war schon ein eindrückliches Erlebnis für Mia, direkt vor der Kamera zu stehen. Für das SRF war es wichtig, auch das Unihockey-Training filmen zu können. Anfang März war es dann soweit. Da die Aufzeichnung in Kerzers im Papiliorama stattfand, hatte Mia den ganzen Tag schulfrei. Als wir im Papilliorama ankamen, standen drei Sattelschlepper und zwei Busse des SRF auf dem Parkplatz. Wir wurden von SRF-Mitarbeitenden sehr herzlich empfangen, alles wurde uns erklärt, und wir hatten noch etwas Zeit, uns umzusehen. Am Nachmittag fand die Generalprobe statt, bei der Mia Dritte wurde. Dort wurde den Kindern das Mikrofon montiert, erklärt, in welche Kamera sie zu schauen hatten, wo sie stehen mussten usw. Anschliessend wurden sie in die Maske geführt, wo auch ihre Frisuren aufgefrischt wurden. Nach dem Nachtessen ging es dann los: Das Publikum sass schon auf seinen Plätzen, darunter auch wir Eltern, zwei grosse Schwestern und die Grosseltern. Was während der Sendung gesprochen wurde, war nicht geübt worden und war frisch von der Leber weg. Mia erzählte nach dem Jassen, dass sie während der Aufnahme eine grosse Müdigkeit verspürt habe. Vermutlich war das die Aufregung und der lange Tag, die sich bemerkbar machten. Zudem hat sie es als schwierig empfunden zu wissen, in welche Kamera sie bei der Siegerehrung schauen sollte.

Wie stolz ist sie auf ihren Sieg?

Natürlich freut sich Mia sehr über den Sieg. Aber sie sagte im Vorfeld immer, das Wichtigste sei für sie das Mitmachen und nicht der Sieg. Sie werde aber alles geben. Zudem gehört beim Jassen auch immer etwas Kartenglück dazu. Mia schwieg bis zur Ausstrahlung der Sendung am 11. April über den Ausgang des Jassens gegenüber allen Gspänli und Bekannten, sonst sei es ja nicht mehr lustig, die Sendung zu schauen. Den Pokal verstaute sie im Schrank, damit ihn niemand vor der Ausstrahlung sah. Am Samstagabend nach der Sendung und auch heute noch präsentiert sie sehr gerne ihren Pokal mit einem grossen Strahlen.

Was gefällt Mia am Unihockey besonders?

Mia spielt bei den D-Juniorinnen. Sie liebt den Teamsport und wurde von Gspänli mit dem Unihockey-Virus  angesteckt. Als beim Schüler-Unihockeyturnier ein Zettel an der Wand hing, dass noch Mädchen in ihrem Alter gesucht würden, war Mia Feuer und Flamme. Das D-Juniorinnen-Team und Trainer Patrick Schmid hatten es Mia sofort angetan, und es ist ihr sehr wohl bei den Flames. So freut sie sich immer auf das Training und die Turniere mit dem tollen Team.