U21-Sieg gegen Wasa – Was wäre wenn...

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U21-Sieg gegen Wasa – Was wäre wenn...

Mit dem kleinen Kader von 13 Feldspielern machte sich unsere U21 bereit für den Kampf gegen ein breit aufgestelltes Wasa. Bereits ab Sekunde eins mussten die Flamser feststellen, dass am Sonntag im Tal der Demut ein anderes Wasa als in der Hinrunde auf sie wartet. Von Beginn an starteten die St. Galler mit viel Energie ins Spiel und konnten sich erste gefährliche Chancen erarbeiten. So konnte Wasa durch einen einfach gespielten Konter bereits nach der ersten Minute auf 1:0 stellen. Die Flames, etwas überrascht, jedoch in keiner Weise niedergeschlagen, schalteten nun immer mehr die Gänge hoch.

Das Spiel wurde so schnell hitzig und bereits nach 10 Minuten gab es die erste Strafe gegen die St. Galler. Das PP währte jedoch nicht lange, wo doch eine Minute später ein kleiner Tumult aufgrund gegenseitiger Provokationen von Sturzenegger sowie Huwiler losgetreten wurde. Dieser resultierte in einer weiteren Strafe gegen beide Teams. Kurz darauf, als die Flamser Überzahl endete, sprach der Schiedsrichter bereits die nächste Strafe aus. Durch ein Missverständnis auf der Bank gab es bei den Flames einen Wechselfehler. Die beste Box der Liga konnte sich einmal mehr beweisen. Den Vorteil konnte man vereiteln, obwohl Wasa es mit sechs Feldspielern versuchte. Sekunden nach der Box konnte Wasa die Flames für Unkonzentriertheit mit einem schnellen Freistoss bestrafen. Von diesem Zwei-Tore-Vorsprung liessen sich die Flames nicht beirren. Wenige Minuten später brillierte Denzler mit einem Backhandvolley unter die Latte, womit es 2:1 zur ersten Pause hiess. 

Der Start ins zweite Drittel war kaum ruhiger. Wasa übte viel Druck aus und die Flames verteidigten diszipliniert und erarbeiteten gute Konterchancen. Nach sechseinhalb Minuten war es Wasa mit dem nächsten Treffer. Durch eine schöne Kombination konnten sie das 3:1 erzielen. In der darauffolgenden sehr chaotischen Phase konnte Näf von einem Springball profitieren und diesen aus dem hohen Slot sauber ins Netz befördern. Das Chaos ging gleich weiter und in einer Abfolge von eigentlich zu hoch gespielten Bällen konnte schlussendlich Wasa das Tor erzielen und somit den Zwei Tore Vorsprung wiederherstellen. Ohne Zögern kämpften die Flammen weiter, bis nach weiteren 6 Minuten Dalbert nach einer gekonnten Pirouette den Anschlusstreffer erzielte. Das Drittel blieb bis zum Ende sehr intensiv und beide Teams waren froh, in der zweiten Pause kurz Verschnaufen zu dürfen. 

Nun könnte man meinen, der Start ins dritte Drittel wäre etwas vorsichtiger von beiden Teams. Nun, dem war nicht so, Sturzenegger netzte nach gerade mal 23 Sekunden für die Flames ein und euphorisierte die gelbe Bank. Das Spiel war ausgeglichen. Es gab eine weitere wilde Phase mit guten Chancen auf beiden Seiten. 8 Minuten später war es schliesslich erneut Sturzenegger, welcher von derselben Position zum zweiten Mal einnetzte. Man konnte das Feuer auf dem Platz förmlich spüren. Auf keinen Fall würde man Wasa eine Chance geben, das Spiel nochmals an sich zu reissen. Die St. Galler, welche bekanntlich sehr gerne sechs gegen fünf spielen, taten genau das und starteten schon bei noch fünf zu spielenden Minuten den Versuch, mit einem sechsten Mann für den Ausgleich zu sorgen. 30 Sekunden später wird es dann ziemlich kurios. Wasa erspielt sich gute Chancen und hat einen sehr hohen Druck, als schliesslich ein Ball zuerst die Latte und von der Latte den Pfosten trifft. Der Schütze nervt sich kurz und ist direkt bereit, um es wieder zu versuchen. Allerdings beklagen sich einige andere Wasa Spieler. Nach kurzem Zögern pfeift der Schiedsrichter und lässt den Stangenschuss als Tor zählen. Es steht also 5:5, und das, obwohl der Ball die Linie nie überquert hatte. Leicht frustriert, dennoch sehr entschlossen die Führung zurückzuholen, gehen die Flames wieder auf den Platz. Beide Teams werfen nochmals alles in die Waagschale, um den Sieg nach Hause zu holen. Das Spiel ist sehr energisch und durch viele Konter gezeichnet. Eineinhalb Minuten vor Schluss vollendet Sturzenegger einen perfekten Hattrick und schiesst nochmals den Führungstreffer, erneut von derselben Position. Wasa nimmt sofort den Torhüter raus und versucht nochmals heranzukommen. Durch eine disziplinierte und sehr gewillte defensive der Flames bringt man den Sieg über die Zeit. Auch eine Strafe gegen die Flames in den letzten 20 Sekunden kann daran nichts mehr ändern. 

Im Bericht etwas zu kurz kommt Lorin Dudler, er hat ein unglaublich starkes Spiel gezeigt und die Aufholjagd und den Sieg überhaupt erst möglich!

Einmal mehr stellt man sich die Frage, was mit dieser U21 wohl alles möglich gewesen wäre, hätte man die Weichen Anfangs Saison richtig gestellt... Bedauerlicherweise werden wir hierzu keine Antwort erhalten.

Bericht: Dario Bartolo

WASA St. Gallen - Jona-Uznach Flames 5:6 (2:1, 2:2, 1:3)
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen. 86 Zuschauer. SR Häusler/Isler.
Tore: 2. Y. Hug (J. Dudli) 1:0. 15. B. Löser (Marc. Näf) 2:0. 18. S. Denzler (L. Dalbert) 2:1. 27. N. Moser (M. Huwiler) 3:1. 30. Mari. Näf (S. Denzler) 3:2. 30. Marc. Näf (Y. Hug) 4:2. 36. L. Dalbert (T. Sturzenegger) 4:3. 41. T. Sturzenegger (D. Kuster) 4:4. 49. T. Sturzenegger (R. Aebersold) 4:5. 56. Y. Hug (B. Löser) 5:5. 59. T. Sturzenegger (D. Kuster) 5:6.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen WASA St. Gallen. 3mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames.

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